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Test & Technik

Abbiegeunfälle: Transgourmet senkt Pannenquote per Kamera

Ein Kamera-Monitor-System an den Lkw von Transgourmet minimiert Unfallgefahr selbst in schwierigen Rangiersituationen. Aktives System warnt optisch und akustisch.

Der Lebensmittellogistiker Transgourmet hat seine Unfallquote mit Hilfe eines Kamerasystems deutlich reduziert. Da sich die Anlieferung etwa bei kleinen Gastro-Betrieben in Innenstädten befindet, sei es bisher kam es im Vergleich zu Speditionen – die in erster Linie Lager mit großer Rangierfläche anfahren – häufig zu Unfällen mit Sachschäden gekommen, skizziert der Logistiker den Hintergrund der Umrüstmaßnahme. Um dieses Risiko zu reduzieren und die Sicherheit der Fahrer sowie anderer Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, werden seit 2016 alle Neufahrzeuge mit einem aktiven Kamera-Monitor-System der Firma Brigade Elektronik GmbH ausgerüstet. Es vermittle dem Fahrer Gefahrenzonen rund um das Fahrzeug und sorgt so für ein deutlich erhöhtes Maß an Sicherheit. Bei den Transgourmet-Lkw erfasst eine Seitenkamera kombiniert mit der qualifizierten Brigade Backscan Ultraschall-Hindernis-Erkennung den Gefahrenbereich rund um das Fahrzeug – einschließlich aller toten Winkel, schildert der Dienstleister. Zusätzlich wurden bei den neuen LKW am rechten Tritt des Fahrerhauses Sensoren verbaut, die akustische Signale abgeben, wenn sich ein Objekt oder eine Person direkt neben dem Fahrzeug befindet. Diese sind mit dem Brigade-System verknüpft. Derzeit verfügen etwa 250 Transgourmet-Fahrzeuge über das neue System.

 

Erster Erfolg: Keine Abbiegeunfälle mehr

Trotz der kurzen Einsatzdauer habe das Unternehmen bereits einen ersten Erfolg feststellen können. So trägen Abbiegeunfälle treten mit der Brigade-Lösung nicht mehr auf. Der Vollversorger Transgourmet ist mit 800 Fahrzeugen in Deutschland im Einsatz und beliefert mehr als 35.000 Großverbraucher aus den Bereichen Gastronomie und Hotellerie, Betriebsverpflegung und soziale Einrichtungen. Für die Touren werden 50 Transporter mit 3,5 bis 5 t sowie 750 LKW im Bereich von 7,5 bis 26 t genutzt. Da vielerorts keine Rampen oder ähnliche Hilfsmittel zum Entladen zur Verfügung stehen, werden alle Waren auf Rollcontainern ausgeliefert. Schon vor der Nachrüstung der zusätzlichen Kamerasysteme verfügten die Lkw der Flotte seit 15 Jahren standardmäßig über eine Rückfahrkamera. Damit die vorhandenen Spiegel den bestmöglichen Einblick in tote Winkel gewähren, wurden vor vier Jahren in allen Logistikzentren Spiegeleinstellflächen eingerichtet. „Doch trotz dieser Maßnahmen mussten wir feststellen, dass es weitere tote Winkel an den Fahrzeugen gibt", erklärt Dennis Nehrbaß, Serviceverantwortlicher Flottenmanagement bei Transgourmet. Wert legt der Anbieter auch auf die Schulung der Fahrer mit dem System und "Training on the job" auf ihren Liefertouren.




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