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Elektromobilität: Förderung für Vans soll auf 7.000 Euro steigen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will den Kauf von elektrischen Lieferwagen stärker bezuschussen. Die Prämie soll von 4.000 auf 7.000 Euro steigen. Verkehrsminister Scheuer kündigt ebenfalls "Maßnahmen" fürs Gewerbe an.

Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online meldet, plant die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) die Kaufprämie für Elektroautos von 4.000 auf 7.000 Euro zu erhöhen. Gegenüber der "Rheinischen Post" hat sie erklärt, dass vor allem Elektrolieferwagen mit der gestiegenen Prämie gefördert werden sollen. Im Lieferverkehr seien die Fahrstrecken meist kurz und gut planbar. Zudem könnten die Autos nachts aufgeladen werden. Mit einem Zuschuss von 7.000 Euro bewege man sich in einer Größenordnung, "ab der sich die Flottenumstellung für viele Logistiker und auch Handwerker lohnt", so Schulze. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk angedeutet, man werde in dieser Woche noch ein "großes Signal" geben im Bezug auf die Elektromobilität, womit er die Ankündigung zur Befreiung von der Lkw-Maut für Elektro-Trucks meinte. Er sprach weiter von Maßnahmen, die die Fahrzeuge im öffentlichen Raum betreffen wie Paketdienste, Müllfahrzeuge und "vieles mehr". "Wir wollen, das saubere Luft und gute Mobilität kein Widerspruch ist", erklärte der Minister. Auch die Pkw-Maut soll im Übrigen im Laufe der Legislaturperiode umgesetzt werden, man arbeite mit Hochdruck daran, technisch und organisatorisch die Nutzerfinanzierung umzusetzen. Die Mobilität soll ebenso Thema bei der Kabinettsklausur in Meseberg sein wie die Diesel-Krise.

 

Was die Initiative zur gewerblichen Elektromobilität angeht, ist das Angebot an praxistauglichen Elektrolieferwagen für die Stadt ist allerdings noch übersichtlich. Die Deutsche Post DHL scheint mit ihrem StreetScooter gute Erfolge zu feiern und liefert das Fahrzeug auch an Drittkunden. Weitere elektrisch angetriebene Stadtlieferwagen mit Potenzial sind der Nissan eNV200, der Renault Kangoo Z.E. sowie der Citroen Berlingo und der baugleiche Peugeot Partner. Bei den 3,5 Tonnern ist aktuell nur der Iveco Daily elektrifiziert. VW Crafter, Mercedes-Benz Sprinter, MAN TGE und Renault Master sind in Feldtests und sollen in den kommenden Monaten respektive im Falle des Sprinter im nächsten Jahr verfügbar sein. Ansonsten bewegen sich in dem Markt nur noch Umrüster und Spezialanbieter. (ts/jr)

 

Fazit: 

Fachleute sagen es schon lange: Die Elektrifizierung der Flotten ist vor allem im gewerblichen Bereich sinnvoll. Umso wirkungsvoller wäre eine Förderung speziell im Wirtschaftsverkehr. Schön, dass diese Einsicht jetzt auch in der Politik anzukommen scheint, bei der bisher die Förderung für Pkw Priorität genoss. Die wird aber nicht mal annähernd ausgeschöpft, die Gelder verweilen weitgehend ungenutzt in den Töpfen. Was extrem bedauerlich ist, ließe sich doch mit deren Umwidmung für gewerbliche Anwender schnell und wirkungsvoll ein Effekt erzielen im Hinblick auf Abgas- und Lärmemissionen in den geplagten Städten. 7.000 Euro sind für schwere E-Nutzfahrzeuge zwar auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber bei Transportern könnten sie helfen die Lücke zu den ja auch nicht billiger werdenden Diesel-Pendants zu schließen und eine Amortisation zumindest in Sichtweite zu bringen. Naja, spät kommt die Einsicht, aber sie kommt. Denn besser spät als nie.




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