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City-Logistik: UPS spart Transporter und Sprit mit Mikrodepots und Lastenrädern

Erstmals legt der KEP-Logistiker eine konkrete Bilanz über die Einsparpotenziale des alternativen Stadtlogistikmodells vor. In Frankfurt werden drei Zustellfahrzeuge eingespart und 25,5 Tonnen CO2. Geeignete Standorte sind aber Mangelware.

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Der Probebetrieb des Mikrodepots für Pakete in Frankfurt hat die Erwartungen der Betreiber mehr als erfüllt. Der Express- und Paketdienst UPS setzt nach einer vorläufigen Bilanz durchschnittlich drei Zustellfahrzeuge weniger pro Tag ein und entlastet damit den Innenstadtverkehr. Bei rund 300 Betriebstagen reduziere das Unternehmen den CO2-Ausstoß in Frankfurt um 25,5 Tonnen im Jahr, rechnet man vor. „Das Modell funktioniert. Es ist wirtschaftlich darstellbar und – für unsere Kunden sehr wichtig – es entstehen keinerlei Service-Einschränkungen“, erklärte Frank Sportolari, UPS Deutschland-Chef. Ziel sei es, Schadstoffe in der Stadt zu vermeiden und den Verkehr zu entlasten. Drei Fahrzeuge weniger pro Tag im Zulieferverkehr reduzieren den Tagesverbrauch nach Angaben von UPS um 32 Liter Dieselkraftstoff. „Unsere City Logistik Modelle sind ökologisch erfolgreich und auch ökonomisch sinnvoll darstellbar. Durchführbar sind sie aber nur, wenn innerstädtisch geeigneter Raum für Mikrodepots zu vertretbaren Kosten vorhanden ist“, urteilte Frank Sportolari. Seit Anfang Oktober vergangenen Jahres testen UPS und die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit den Partnern IHK Frankfurt am Main und der House of Logistics und Mobility (HOLM) GmbH in einem zweijährigen Modellprojekt eine neue Form der City-Logistik. UPS hat deshalb ein Mikrodepot als Zwischenlager in der Frankfurter Meisengasse nahe der Börse aufgestellt. Von dort aus erfolgt die Zustellung mit elektrisch unterstützten und konventionellen Lastenrädern und Sackkarren.

 

„Die Kombination aus Mikro-Depot und Weiterverteilung per Lasten-Elektrorad ist ein wesentlicher Beitrag, die Luft in unseren Städten zu verbessern und die Verkehrsbelastung zu senken. Wir brauchen Mikro-Depots in allen hessischen Städten“, forderte Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir. Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling freut sich über den Zwischenerfolg des Modellprojekts. „Da der zunehmende Lieferverkehr angesichts knapper Flächen im öffentlichen Straßenraum Nutzungskonflikte hervorruft, müssen wir in Zukunft verstärkt auf alternative, stadtverträgliche Zustellmodelle setzen. Das Mikrodepot von UPS zeigt, in welche Richtung es gehen könnte“. Den Standort bewertet der Verkehrsdezernent als ideal, erinnert jedoch daran, dass in der Innenstadt nur sehr wenige solcher Flächen in öffentlicher Hand in Frage kämen. "Freiwillige Ansätze wie dieser führen dazu, Fahrverbote zu vermeiden und auch zukünftig hoffentlich ohne Blaue Plakette auszukommen", erklärte Alexander Theiss, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main.

 

Das Modellprojekt geht zurück auf eine Initiative der HOLM GmbH und der IHK Frankfurt am Main, die im Jahr 2012 im Verlauf einer Zukunftsklausur zum Thema Wirtschaftsverkehr entstanden ist.




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