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Genfer Salon: Goodyear präsentiert Reifen, der CO2 aufnimmt

Mit Moos bestückter Concept-Reifen soll CO2 aus der Luft absorbieren und Sauerstoff ebenso produzieren wie Elektrizität. Außerdem soll er vernetzt sein und mit der Umgebung kommunizieren.

Der Reifenhersteller Goodyear hat auf dem Genfer Autosalon (8. bis 18. März) ein Reifenkonzept als Vision vorgestellt, der mit Moos bestückt ist und die Luft reinigen soll. Darüber hinaus soll der "Oxygene" genannte Pneu eigene Elekrizität erzeugen und in Lichtgeschwindigkeit kommunizieren können. Mithilfe einer eingebauten Moosfläche und aufgrund seiner offenen Struktur sowie eines besonderen Laufflächendesigns sei der Reifen in der Lage, Wasser von der Fahrbahnoberfläche sowie CO2 aus der Luft aufzunehmen. Auf diese Weise würde das Moos in der Seitenwand mit Nährstoffen versorgt und Photosynthese-Prozesse initiiert, der Sauerstoff freisetzt.

 

Als Rechenbeispiel führt der Hersteller die Stadt Paris mit rund 2,5 Millionen Pkw an: Würden all diese Fahrzeuge auf derartigen Reifen rollen, würden pro Jahr fast 3.000 Tonnen Sauerstoff produziert und mehr als 4.000 Tonnen Kohlendioxid absorbiert werden. "Um die größten Herausforderungen im Bereich urbane Mobilität und Entwicklung zu meistern, werden Lösungen für eine intelligente und grüne Infrastruktur inklusive öffentlichem Nahverkehr eine Schlüsselrolle spielen", so Jürgen Titz, Vorsitzender der Geschäftsführung D-A-CH. Als weiteres Ziel sieht das Unternehmen außerdem, Materialabfall, Emissionen und Energieverluste zu reduzieren. Die Reifenkonstruktion des Oxygene soll per 3D-Druck aus Gummimehl von recycelten Altreifen produziert werden. Eine Leichtbaustruktur soll stoßdämpfend wirken und besonders pannensicher und langlebig sein. Der Aufwand für Service und Reparatur soll möglichst minimiert werden, so das Unternehmen. Darüber hinaus soll die offene Reifenstruktur der Fahrsicherheit dienen und die Nasshaftung verbessern, da sie dabei hilft, Wasser von der Lauffläche zu absorbieren.

 

Die von der Photosynthese freigesetzte Energie soll der Reifen speichern können, um seine eingebettete Elektronik mit Strom zu versorgen. Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen neben eingebauten Sensoren auch eine Einheit für künstliche Intelligenz sowie ein sich verändernder Lichtstrahl in der Seitenwand. Dieser soll durch sich verändernde Farben andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger auf die nächsten Fahrmanöver hinweisen können. Der Hersteller geht noch einen Schritt weiter in Richtung visionäre Mobiltätskonzepte: Der Oxgene soll auch in Lichtgeschwindigkeit kommunizieren können, denn er nutzt ein auf sichtbarem Licht beruhendes Kommunikationssystem (LiFi genannt), das eine Mobilkonnektivität in Lichtgeschwindigkeit möglich macht. Das System ermöglicht Goodyear zufolge eine Vernetzung des Reifens mit dem Internet der Dinge für eine Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (V2V) sowie von Fahrzeug zu Infrastruktur (V2I).

 

„Wie auch die Konzeptreifen, die wir in den vergangenen Jahren in Genf präsentiert haben, soll der „Oxygene“ unser Denken in gewohnten Bahnen in Frage stellen und der Diskussion rund um intelligente, sichere und nachhaltige Mobilität neue Impulse verleihen“, ordente Titz die Innovation ein. „Da unser aktueller Konzeptreifen zur Verbesserung der Luftqualität beiträgt, könnte er dabei helfen, die Lebensqualität und Gesundheit von Stadtbewohnern zu verbessern.“ Über eine etwaige Industrialisierung geschweige denn Markteinführung des Produkts wurde allerdings nichts verlautbart. (abb/jr)




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