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Test & Technik

Elektromobilität: VW startet Ridesharing-Projekt mit eCrafter

Der VW-eigene Mobilitätsanbieter Moia zeigt ein Ride-Pooling-Konzept samt dem Elektro-Shuttle, das auf dem VW eCrafter basiert und bis zu 300 km Reichweite im Realbetrieb schaffen soll.

VW Nutzfahrzeuge bleibt in Sachen eCrafter auf dem Gas. Im Kontext des immer mehr aufkommenden Themas Ride-Pooling, früher als "Rufbusservice" bekannt, wurde jetzt in Berlin das Komplettkonzept samt zugehörigem Elektrofahrzeug präsentiert. Das entstand im einstigen Karmann-Werk Osnabrück und basiert auf dem erstmals auf der IAA 2016 gezeigten vollelektrisch angetriebenen VW eCrafter. Das erste Projekt der 100-prozentigen VW-Tochter Moia soll Ende 2018 in Hamburg mit 200 Elektro-Shuttles starten. Das künftige Planziel liegt aber viel höher: Bis 2025 möchte Moia die Städte in Europa und den USA eine Million Fahrzeuge entlasten. Bereits seit Oktober 2017 testet Moia den Service in Hannover mit 20 VW T6. Dabei testete und entwickelte man die einzelnen Komponenten im Realbetrieb. Analog zu ähnlichen Konzepten der Bahn (ioki) oder bei Daimler (Via) sieht auch Moia-Chef Ole Harm das Angebot als Bindeglied zwischen öffentlichem Nahverkehr und privaten Fahrzeug und lässt sich verschiedene Ausbaustufen offen. „Wir können nun die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich des Ride-Pooling anbieten – je nach Bedarf aber auch einzelne Bausteine davon.“

 

Der umgebaute, elektrisch angetriebene VW Crafter als L1H1-Kompaktversion wurde optisch Richtung Großraumtaxi modifiziert samt Abstellfläche für Großgepäck im vorderen Bereich. Die großzügigen Sitze bieten dimmbare Leselampen und USB-Ports. Außerdem gibt es an Bord WLAN. Aufgrund der opulenten Ausstattung passen nur sechs Fahrgastplätze in den Moia-Crafter. Die Reichweite soll nach dem realitätsnahen WLTP-Standard bis zu 300 Kilometer betragen. In einer halben Stunde sollen die Akkus wider zu 80 Prozent geladen werden können. Bestellt und bezahlt wird das Rufbussystem via App. Die zeigt schon während der Bestellung an, wann und wo ein Fahrzeug zur Verfügung steht und was die Fahrt voraussichtlich kosten wird. Das wichtige Geschäftsmodell dahinter ist jedoch wie bei Daimler oder Uber der Pooling-Algorithmus, der Fahrgäste mit ähnlichem Abfahrtspunkt und Ziel bündelt, um so die Auslastung zu optimieren. Auf der Betreiberseite ist das Pendant dazu eine Fahrer-App sowie ein Flottenmanagementsystem.

 

Das Fahrzeug wurde gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkswagen Osnabrück in der Rekordzeit von nur zehn Monaten geplant, entwickelt und gebaut, skizzierte der Hersteller. Es hat eine Reichweite von über 300 Kilometern nach dem WLTP-Standard und kann innerhalb von rund 30 Minuten auf 80 Prozent Ladekapazität aufgeladen werden. „Gemeinsam mit Moia und VW Osnabrück haben wir Automobilbau neu definiert", erklärte Eckhard Scholz, Vorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge stolz. „Dass wir in nur zehn Monaten ein neues, konsequent auf den Zweck Ride-Pooling konzipiertes Fahrzeug bauen konnten, macht uns stolz." Möglich gewesen sei dies durch agile Arbeitsformen im Werk in Osnabrück. Bereits seit Oktober 2017 testet der Anbieter den Service in Hannover und entwickelt die einzelnen Komponenten im Realbetrieb weiter. Im Testbetrieb kommen derzeit 20 Volkswagen T6 Multivan zum Einsatz. (gs/jr)


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