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Elektromobilität: Akasol eröffnet Batteriesystemfabrik

Hersteller investiert zehn Millionen Euro in teilautomatisierte Produktionslinie für Akkusysteme speziell für Nutzfahrzeuge im hessischen Langen. Anwendung vorerst primär in Hybrid- und Elektro-Bussen.

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Kickstart für die Massenfertigung: Die nach Angaben der Akasol GmbH größte Batteriesystemfabrik für E-Nutzfahrzeuge in Europa steht im hessischen Langen. Auf einer teilautomatisierten Linie produziert das Darmstädter Unternehmen hier Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Hybrid- und E-Busse. Zehn Millionen Euro flossen in die neue Anlage, dabei wurde Akasol mit einem Innovationskredit von der hessischen Landesregierung unterstützt. Der neue Fertigungsstandort hat eine jährliche Kapazität von 600 MWh (3.000 E-Busse). Während Akasol seit seiner Gründung bis heute etwa 1.000 Elektrofahrzeuge mit Batteriesystemen ausgestattet hat, können nun mehr als 10.000 Hybrid- oder E-Busse mit den "AKAsystem OEM" (busplaner berichtete) angetrieben werden.


Verkehrswende für Beschäftigung nutzen

Bis zu 150 Arbeitsplätze entstehen durch das neue Batteriewerk. „Wir haben die Herausforderungen der Serienproduktion bewältigt und sind auf die Massenfertigung vorbereitet“, erklärt Sven Schulz, Vorsitzender der Akasol-Geschäftsführung. „Hessen braucht innovative Unternehmen, die die Herausforderungen der Zukunft annehmen – denn wir wollen nicht nur die ökologischen, sondern auch die ökonomischen Chancen der Verkehrswende für Wertschöpfung und Beschäftigung in Hessen nutzen", betont Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir.

 

Dem europäischen Markt für Hybrid- und E-Busse wird ein jährliches Wachstum von mehr als 35 Prozent prognostiziert. Derzeit steigen immer mehr europäische Großstädte auf emissionsfreie Busse um: Wiesbaden will beispielsweise die eigene Busflotte von 220 Fahrzeugen umrüsten und auch europäische Großstädte wie Paris, London oder Hamburg werden ab 2020 nur noch Elektrobusse bestellen. Gerade öffentliche Auftraggeber scheuen aber oft die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen höheren Investitionskosten und verlangen Leasingmodelle. Damit ist die Auswahl des richtigen Lieferanten und Technologien für die OEMs von strategischer Bedeutung, urteilt Akasol. Seit Kurzem setzen zwei der größten Bushersteller Europas bei der Serienproduktion auf die Technologie aus Hessen, teilt das Unternehmen weiter mit. Sie dürfen noch nicht genannt werden. Zu den langjährigen Kunden von Akasol gehören beispielsweise VDL Bus & Coach, Alexander Dennis, Alstom, Bombardier oder Bucher Municipal. Der Hersteller sieht sich selbst als Pionier für E-Mobilität in Fachkreisen anerkannt. Bereits seit 2008 setze das Unternehmen als erster Hersteller auf eine Flüssigkühlung der Akkus, was deren Lebensdauer um 30 Prozent steigern soll, wie der Anbieter verspricht. (akw/jr)




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