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Alternative Antriebe: VDA sieht Rettung für Verbrenner in E-Fuel

In einer vom Verband der Automobilindustrie in Auftrag gegebenen Studie wird den aus regenerativem Strom erzeugten Kraftstoffen ein hohes Klimaschutzpotenzial zugemessen. VDA-Präsident: "Verbrennungsmotor klimaneutral machen." Noch hohe Kosten als Hemmnis.

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Bereits in einigen Jahren könnten mit strombasierten Kraftstoffen auch herkömmliche Verbrennermotoren klimaneutral fahren. Zu diesem Schluss kommt die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) im Auftrag gegebenen Studie „E-Fuels – The potential of electricity-based fuels for low emission transport in the EU“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST). Mit der Elektrifizierung des Verkehrssektors alleine werde man die EU-Klimaziele nicht erreichen, so die Kernaussage. Nur mit mehr strombasierten Kraftstoffen, den sogenannten E-Fuels, aus erneuerbaren Quellen sind die Klimaziele, die sich die Europäische Union für den Verkehrssektor gesetzt hat, zu erreichen. Synthetische Kraftstoffe seien notwendig zum massiven Senken des Kohlendioxids im gesamten Verkehr. Daher werde der Endenergiebedarf der Verkehrsträger im Jahr 2050 auch dann zu mehr als 70 Prozent von E-Fuels gedeckt werden, wenn man von einem stark batterieelektrifizierten Verkehrsszenario ausgehe. Einen zusätzlichen Anschub erwartet die Studie davon, dass die hohen Kosten für die Herstellung der Kraftstoffe auf Dauer sinken werden.

 

Kein Wunder also, dass auch VDA-Präsident Matthias Wissmann auf die sogenannten E-Fuels setzt, wenn es um die Zukunft des Automobils geht. Mit diesen synthetischen Kraftstoffen könne man „den Verbrennungsmotor praktisch vollständig klimaneutral machen“, so der Automann. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, ist ebenfalls überzeugt, dass die E-Fuels eine wesentliche Rolle bei der Erzielung der EU-Klimaschutzziele im Verkehrssektor spielen werden. Die E-Fuels würden der Studie zufolge in keinem Widerspruch zum Ausbau der Elektromobilität stehen. Wissmann erwartet, dass ein Mix unterschiedlicher Technologien die Mobilität von morgen antreiben wird: „Die Verkehrsmittel sollten dort, wo technisch möglich und ökologisch sinnvoll, elektrifiziert und teilelektrifiziert werden. E-Fuels werden aber insbesondere für Anwendungen im Verkehr, für die aus heutiger Sicht keine elektrischen Antriebssysteme zur Verfügung stehen, unverzichtbar sein.“ Der VDA-Präsident erwartet sich von den neuen Kraftstoffen zudem neue Optionen für den Verbrennungsmotor.

 

Die Studie weist darauf hin, dass E-Fuels derzeit noch in der Entwicklungs- und Marktvorlaufphase und damit deutlich teurer als die fossilen Alternativen sind. Politik und Industrie sollten eine strategische Agenda für die Technologieentwicklung, Marktentwicklung und Regulierung für E-Fuels erstellen. Über eine branchenübergreifende Plattform könne dieser Prozess zeitnah angeschoben und koordiniert werden. (ha)


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