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Elektromobilität: Pharmalogistiker Unitax liefert mit E-Sprinter

Erster Elektro-Transporter vom Typ Plantos Sprinter übernimmt in Berlin die Belieferung von Apotheken. Weitere Fahrzeuge sollen in Nürnberg folgen. Der Logistiker sucht auch nach elektrischen Spezialfahrzeugen für den Pharmaeinsatz.

Der Pharmalogistiker Unitax steigt in die Elektromobilität ein und hat den ersten Elektrotransporter in Betrieb genommen. Das Unternehmen verteilt damit Arzneimittel an Berliner Apotheken. Nach der Testphase in Berlin will man auch am Standort Nürnberg mit der emissionsfreien Distribution starten. In das Lieferfahrzeug vom Typ Plantos Sprinter des Herstellers German eCars, das baugleich auch Paketdienstleister Hermes in Berlin einsetzt, hat der Logistiker 75.000 Euro investiert. Das 2.740 Kilo schwere Fahrzeug verfügt über eine Lithium-Ionen-Batterie, mit der das Fahrzeug 80 bis 120 km weit kommen soll. Den Verbrauch des von einem 85-kW-Elektromotor (230 Nm) angetriebenen 3,5-Tonners mit einem 14-Kubikmeter-Kofferaufbau gibt der Logistiker mit 35,5 kWh/100 km an. „Die schrittweise Umrüstung unseres eigenen Fuhrparks auf nachhaltige Elektrofahrzeuge ist ein Thema, das wir seit gut zwei Jahren verfolgen“, erklärte André Reich, Geschäftsführender Gesellschafter von Unitax. Man habe Anbieter und Modelle kritisch analysiert. Die aktuelle Lösung für Zustellfahrzeuge soll einen Anfang markieren. Langfristig will man auch Werksverkehre mit elektrisch betriebenen schweren Lkw durchführen.

 

Da der Logistiker bisher kein Elektro-Spezialfahrzeug für temperaturgeführte Sendungen ausfindig machen konnte, setzt man für die Apothekenbelieferung passive Kühlboxen ein. Die sechs Stunden Laufzeit der Kühlbox korrespondieren dabei mit den 120 Kilometern Reichweite des E-Mobils. E-Lkw mit Kühlboxen könnten für Lieferfahrzeuge und kurze Strecken in der Citylogistik eine Option sein. Deutschland- und europaweite Beschaffungsverkehre ließen sich damit aber nicht realisieren, so die Analyse des Logistikers. „Die Entwicklung der ersten elektrischen Spezialfahrzeuge läuft auf Hochtouren“, versicherte Geschäftsführer André Reich. „Um E-Lkw für die Pharmalogistik nutzen zu können, brauchen wir eine Technik, die die Unterteilung des Laderaums in verschiedene Klimazonen zulässt – die Qualität und Sicherheit der Medizinprodukte hat natürlich oberste Priorität“, skizzierte er das Lastenheft. Vielversprechende Ansätze für emissionsfreie Lkw mit Kühlkoffern sieht er bei BMW und MAN. Für Pilotprojekte zeigte er sich offen.




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