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Test & Technik

Elektromobilität: Cummins präsentiert vollelektrische Sattelzugmaschine

Überraschend zeigt der US-Diesel- und Komponentenspezialist eine fahrtaugliche, vollelektrisch angetriebene Sattelzugmaschine in futuristischem Design. Der Antriebsstrang könnte bis 2019 in Serie gehen, Cummins will den Truck allerdings nicht selbst bauen.

Der US-Dieselmotorenbauer und Komponentenspezialist Cummins hat anlässlich einer Neuheitenschau in seinem Technik-Zentrum in Columbus überraschend eine vollelektrisch angetriebe Sattelzugmaschine vorgestellt. Dabei handelt es sich zwar vorerst nur um ein erstes Demonstrationsfahrzeug, die technischen Details sind aber schon sehr konkret. Die für den urbanen Einsatz gedachte Zugmaschine mit dem programmatischen Namen "Concept Class 7 Urban Hauler EV" verfügt über einen Elektromotor, der von einer 140 KWh großen Batterie versorgt wird. Diese Kapazität ist auf die zugedachte Anwendung im Ballungsraumverkehr von Stadt zu Stadt oder in Innenstädten ausgelegt und soll etwa 160 km Reichweite ermöglichen. Die Motorleistung soll in etwa der einer konventionellen 12-Liter-Verbrennungskraftmaschine entsprechen.

 

Der Cummins E-Lkw wiegt acht Tonnen und kann eine Fracht von bis zu 20 Tonnen ziehen. Elektro-Pionier Tesla hatte für seinen avisierten E-Truck eine Reichweite von über 400 Kilometern angepeilt, somit andere Anwendungsfelder im Blick. Der Cummins-E-Lkw verfügt eine Schnellladefunktion, mit der die Batterie in einer Stunde komplett aufgeladen sein soll. Bis zum Jahr 2020 soll die Ladedauer auf 20 Minuten reduziert werden. Gegebenenfalls sollen zusätzliche Solarzellen am Dach die Reichweite künftig erhöhen. Integriert in der Studie ist auch eine Generator-Motor-Kombination als Range-Extender, die für den künftigen Einsatz in Hybrid-Lkw gedacht ist und gegenüber bisherigen Hybrid-Systemen 50 Prozent effizienter sein soll. Der voll fahrtaugliche E-Truck soll als Basis für ein Serienmodell dienen, das allerings schon ab 2019 in Serie gehen könnte. Cummins will den Elektro-Laster offenbar nicht selbst herstellen, sondern gemäß der sonstigen Firmenphilosophie die Batterien und den Antrieb dafür liefern.

 

Darüber hinaus zeigte der Zulieferer bei der Neuheitenpräsentation in Colombo seine jüngste "Clean-Diesel"-Technologie für die schweren 12- und 15-Liter-Motoren mit kompakter, einteiliger Abgasnachbehandlungseinheit. Außerdem zeigte man seine Bandbreite an alternativen Kraftstoffen wie Ethanol und Methanol-Antrieb sowie einen neuen Erdgasmotor für Class-8-Trucks im Verteilersegment. Diese sollen ähnliche Performance wie die Diesel bei deutlich geringeren Schadstoffemissionen bieten. 


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