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Logistikzentren: In Ballungsräumen kommt der Wandel

Wie wirkt sich der Wandel der Logistik auf Immobilien und Standorte aus? Eine aktuelle Untersuchung fand sechs Antworten.

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Die Initiative Logistikimmobilien (Logix) hat kürzlich die Ergebnisse der Studie „Zukunft der Logistikimmobilien und Standorte“ vorgestellt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass in Zeiten eines sich stark verändernden Konsumentenverhaltens gravierende Auswirkungen auf die Supply Chain zur Versorgung der Städte zu erwarten sind. Im Ergebnis haben die Autoren sechs Kernthesen zur Zukunft der Logistikimmobilie herausgearbeitet:

Kernthese 1: City Logistik

Der stadtnahe Flächenbedarf der Logistik nimmt vor allem durch das E-Commerce-Wachstum und damit verbundenen Lieferversprechen in hohem Maße zu. Dies wird mit steigenden rechtlichen Rahmenbedingungen und Umweltauflagen noch herausfordernder. Auch die Zahl an neuen logistischen Gebäudeformen wie Mikrodepots, Hybridobjekte oder Multi-level-Anlagen an neuen Standorten in der Stadt wird deutlich zunehmen.

Kernthese 2: Imagewandel der Logistik


Der tägliche Umgang mit dem Thema E-Commerce verändert die Wahrnehmung der Logistik und damit deren Akzeptanz in der Politik und Gesellschaft. Die Logistik hat sich vom „Schmuddelkind“ über die „Arbeitsbiene“ zum „Möglichmacher“ entwickelt und damit einen Imagewandel durchlebt.

Kernthese 3: Flächenmangel

Die Zahl der für Logistikansiedelungen verfügbaren Flächen nimmt ab, was die Entwickler zu Alternativen wie der Brownfield-Nutzung oder der Revitalisierung von Bestandsgebäuden in interessanten Lagen zwingt. Auch die Gebäudekonzepte werden durch den gestiegenen Leidensdruck innovativer, gerade in attraktiven Ballungsräumen und durch Mischnutzungen sowie architektonisch anspruchsvolles Design.

Kernthese 4: Digitalisierung

Drohne, 3D-Druck und selbst Industrie 4.0 werden weder die Logistikimmobilie noch Standorte maßgeblich verändern.

Kernthese 5: Automatisierung nach oben


Die Gebäudehöhen von Logistikimmobilien werden mittel- bis langfristig steigen. Die Standortfaktoren Lohnkosten und Arbeitskräfteverfügbarkeit nehmen in ihrer Relevanz ab, während Automatisierungslösungen zunehmen. Dies kann auch in höheren Gebäuden geschehen.

Kernthese 6: Nachhaltigkeit ist Realität

Nachhaltigkeit wird auch weiterhin ein ökologischer Hygienefaktor, eine ökonomische Grundvoraussetzung und ein soziales Argument im Ansiedlungsprozess sein – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Insgesamt gelte für Logistikimmobilien, so das Fazit der Autoren, dass bauliche oder konzeptionelle Abweichungen von Standard-Logistikimmobilien nur in Einzelfällen zu erwarten seien. Lediglich innerhalb der Ballungsräume werden heterogene Nutzungsvarianten zunehmen. Bei den Logistikstandorten bleiben die etablierten Logistikstandorte konstant und werden nicht an Bedeutung verlieren; allein die Logistikstrukturen in Ballungsräumen werden sich verändern.


Die Logix-Initiative stellt die aktuelle Studie, die zusätzlich von Bayern LB, Flex Lighting Solutions, Group 7, Patrizia sowie Segro unterstützt wurde, allen Interessierten kostenlos entweder als Download oder als gedruckte Exemplare zur Verfügung.



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