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Elektromobilität: Scherm spart mit E-Sattelzug 8.000 Liter Diesel

In der Bilanz des zweijährigen Einsatzes einer vollelektrischen Terberg-Sattelzugmaschine im Pendelverkehr und Just-in-Time-Verfahren des BMW-Werks München erweist sich die Technik als unproblematisch und dem Zweischichtbetrieb gewachsen. Allison-Automatik sorgt für einfaches Handling.

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Für die Materialtransporte der Scherm Gruppe zu ihrem Kunden, der BMW Gruppe, nutzt der Spediteur seit zwei Jahren eine 100 Prozent elektrische Terminal-Zugmaschine vom Typ Terberg YT202-EV mit Allison Vollautomatikgetriebe. Der elektrische 65-Tonner pendelt im Zweischichtbetrieb an fünf Tagen pro Woche achtmal täglich zwischen dem Logistikzentrum der Scherm Gruppe und dem etwa drei Kilometer entfernten Münchner BMW-Werk. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2015 habe das Schwergewicht über 3.000 Touren absolviert und knapp 17.000 km zurückgelegt. So konnten über die letzten zwei Jahre über 8.000 Liter Diesel eingespart werden, was 22 Tonnen CO2 entspricht, heißt es in einer Pressemitteilung von Allison. „Der Elektro-Lkw hat sich im Stadtverkehr bewährt und die Just-in-time-Belieferung von BMW funktioniert reibungslos“, erklärt Ulf Frenzel, Fuhrparkleiter der Scherm Gruppe.

 

„Das Allison-Getriebe ermöglicht es, die Leistung des Elektro-Motors gezielt abzurufen. Der E-Lkw lässt sich dadurch einfach manövrieren und ist völlig unkompliziert zu fahren.“ Die vollelektrische Terminal-Zugmaschine ist mit einem flüssigkeitsgekühlten 3-PhasenSynchronmotor mit einer maximalen Leistung von 138 kW (188 PS) und einem Allison Vollautomatikgetriebe der Serie 3000 ausgestattet. Um dem engen Zeitplan der Just-in-time-Produktion vom bayrischen Automobilhersteller zu entsprechen muss der Lkw mit einem Gesamtzuggewicht von bis zu 65 Tonnen schnellstmöglich seine Höchstgeschwindigkeit erreichen. Der Vorgang wird durch den Drehmomentwandler des Allison Vollautomatikgetriebes unterstützt, indem er das Motordrehmoment beim Anfahren und Beschleunigen vervielfacht. Außerdem vermeide das Getriebe Zugkraftunterbrechungen, so dass mit dem relativ kleinen Motor die gleiche Leistung wie mit einem vergleichsweise größeren und teureren Motor erzielt werden kann, erklärt Allison.

 

Und da die Hydraulikpumpe des Trucks vom Nebenabtrieb des Getriebes angetrieben werde, sei kein zusätzliches Elektroaggregat notwendig. Doch nicht nur die Scherm Gruppe setzt auf den E-Terminal-Traktor mit Vollautomatikgetriebe: Die Elflein Spedition und Transport GmbH nutzt seit November 2016 für das Leipziger Werk ihres Kunden BMW Group ein baugleiches Fahrzeug. Der Spediteur erhofft sich aufgrund des höheren Fahraufkommens im Vergleich zum Einsatz bei Scherm sogar Einsparungen von bis zu 21 Tonnen CO2 jährlich.


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