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Test & Technik

Elektromobilität: Hyster setzt Großstapler unter Strom

Intralogistikanbieter testet mit einem elektrisch angetriebenen Voll-Containerstapler die Einsatzmöglichkeiten von Elektromotoren bei Nutzfahrzeugen.

Der Flurföderzeughersteller Hyster hat ein Pilotprojekt zum Betrieb von vollelektrischen Containerstaplern gestartet. Der Hersteller geht davon aus, dass sich in Häfen und in der Schwerindustrie bald schon ganze Flotten von Großstaplern mit Elektromotoren betreiben lassen. Dadurch könne bei vergleichbarer Leistung während der gesamten Schicht emissionsfrei gearbeitet werden, argumentiert der Anbieter. „Dank eines modularen Ansatzes und innovativer Technologien stehen Unternehmen bald emissionsfreie Stapler zur Verfügung, die ihre Anforderungen optimal erfüllen. Das Chassis des Voll-Containerstaplers bietet genügend Platz für alternative Antriebe", skizziert Brett Schemerhorn, President Big Trucks bei Hyster für Nord-, Mittel- und Südamerika.

 

Die ersten Modelle würden wahrscheinlich auf Lithium-Ionen-Akku-Technologie basieren, schätzt Schemerhorn. Durch die Partnerschaft mit Nuvera Fuel Cells strebe man aber an, in der nächsten Phase Wasserstoff-Brennstoffzellen einführen zu können. Wasserstoff-Brennstoffzellen ermöglichten ein schnelleres Auftanken, höhere Produktivität und längere Arbeitszyklen zwischen den Tankvorgängen, begründet der Hersteller. „Genau wie bei unseren Tier-4-/Stufe-IV-Motoren muss auch bei der Einführung von Elektromotoren in Großstaplern eine optimale Balance zwischen der vertikalen Bewegung der Last und der Kraftabnahme des Antriebs gefunden werden“, schildert Jan Willem van den Brand, Director Big Truck Product Strategy & Solutions bei Hyster die technischen Hintergründe.

 

Bisher habe die Bestimmung der Nennleistung auf dem Betriebszyklus der Anwendung basiert, wobei Faktoren wie Motorleistung, Zugkraft, Tragfähigkeit und Geschwindigkeit berücksichtigt worden seien. „Bei Elektromotoren sind weitere Betriebszyklusvariablen zu beachten“, erklärt van den Brand. Betriebsstunden, die Anzahl Lastbewegungen, Energiekosten (Wasserstoff vs. Elektrizität) und die Kosten für den Aufbau der Infrastruktur müssten bei der Einführung von Elektromotoren bei Großstaplern ebenso miteinkalkuliert werden wie die Zeit und die Kosten für Lade- und Tankvorgänge, so der Experte.

 

Zurzeit läuft ein Pilotprojekt, bei dem ein Voll-Containerstapler mit einem Elektroantrieb ausgestattet wird. Weitere Informationen sollen im Juni dieses Jahres auf der TOC Europe in Amsterdam vorgestellt werden




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