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Elektromobilität: DHL startet CO2-freie Zustellung in München

Nach dem Modell anderer Großstädte initiiert der Paketdienstleister die Zustellung von Briefen und Paketen mit vollelektrisch angetriebenen Streetscooter-Fahrzeugen auch in der bayerischen Landeshauptstadt.

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Routenplanung, Fahrzeugortung

Wie schon zuvor in Hamburg, Köln, Bonn, Stuttgart und weiteren Großstädten in Deutschland hat der Paketdienstleister Deutsche Post DHL Group jetzt den Startschuss für die CO2-freie Belieferung in der bayerischen Landeshauptstadt München gegeben. In ausgewählten Münchener Bezirken Schwabing und Milbertshofen bringen ab sofort 30 Elektrofahrzeuge vom Typ Streetscooter Work Pakete zu den Adressen. Darunter ist auch die größte Flotte des neuen Modells L, das mit 8 Kubikmeter Volumen doppelt so viel Kapazität bietet als die Standardvariante. Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begrüßte den Schritt. Die Aktualität des Termins sei nicht beabsichtigt gewesen, passe aber sehr gut in den Kontext der Diskussion um verschärfte Umweltzonen und Luftreinhaltung. Das DHL-Projekt sei ein wichtiger erster Schritt für mehr Gesundheitsschutz für die Bürger, der oberste Priorität habe. Er hoffe, die Maßnahme finde viele Nachahmer von den Wettbewerbern und DHL stocke die Flotte zügig auf. Das Projekt zeige, dass der Lieferverkehr leise und emissionsfrei möglich ist. Reiter lobte ausdrücklich, dass der Paketdienstleister nicht gewartet habe, bis die Rahmenbedingungen stimmten oder ein passendes Produkt verfügbar wäre, sondern in Eigenregie die Initiative ergriffen hätte.

 

Auf die Frage, ob man nicht in Anbetracht der kleinen Stückzahl an Elektrofahrzeugen und vor dem Hintergrund der diskutierten Fahrverbote für Diesel nicht über Ausnahmen für gewerbliche Transporte gesprochen werden müsste, blockte Reiter ab. "Ich will hier keine Diskussion über den Diesel und die Euro-5-Norm führen". Das werde man zum gegebenen Zeitpunkt debattieren.

 

DHL-Brief- und Paketschef Jürgen Gerdes kündigte einen zeitnahen Ausbau der Flotte in München an. Bis zum Frühjahr will der Dienstleister über seine Tochter Streetscooter auch mit der Variante Work XL mit 20 Kubikmeter Volumen am Start sein, für die Streetscooter auf Plattformfahrgestelle vom Typ Ford Transit zurückgreift. Diese sollen dann auch innerstädtische Bereiche bedienen. Der Strom für die Fahrzeuge stammt aus regenerativen Quellen. "Wenn es nur eine Erde gibt, sollten wir schonend mit den Ressourcen umgehen", brachte Gerdes das Engagement auf den Punkt. Ihm sei bewusst, dass sich nicht jeder Subunternehmer einen Elektro-Transporter leisten könne, aber man wolle hier trotzdem vorangehen und biete seine Dienstleistungen ja auch externen Kunden an, erklärte Gerdes. Darüber hinaus analysiere man immer wieder, welches Fahrzeugmedium für welche Lieferungen geeignet sei. Dabei habe man festgestellt, dass häufig schon die Verwendung von elektrisch unterstützten Lasten-Trikes eine Alternative zum großen Transporter für die City-Belieferung sei.


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