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Lebensmittellogistik: Brower spart mit Frigoblock Elektro-Aggregaten Sprit

Binnen sechs Jahren will der Lebensmittellogistiker 1,9 Millionen Liter Diesel gespart haben. Leicht erhöhter Diesel-Verbrauch fällt nach Erfahrungen in der Praxis kaum ins Gewicht. Zusätzlich Einsatz von Biodiesel aus Pflanzenfett des Kunden Mc Donald's.

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Der britische Lebensmittellogistiker Martin Brower UK hat Erfolge bei der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs für die Transportkälte durch den Einsatz von elektrischen Kältemaschinen von Frigoblock vermeldet. Das Unternehmen habe in nur sechs Jahren knapp 1,9 Millionen Liter weniger Diesel verbraucht, bilanzierte der Logistiker. Tony Winterbottom, Geschäftsführer „Operational Support“ bei dem auf die Belieferung von Schnellrestaurants spezialisierten Logistik-Unternehmen, erklärte, die Reduzierung sei gelungen, obwohl die Anzahl der Auslieferungen im gleichen Zeitraum durchschnittlich um sechs Prozent pro Jahr gesteigert wurden. In Großbritannien wird steuerbegünstigter Diesel – wegen seiner Einfärbung auch „Red Diesel“ genannt – für den Betrieb von Stationärmotoren und Arbeitsmaschinen, einschließlich konventioneller, dieselbetriebener Transportkältemaschinen an Lkw und Trailern verwendet. Wegen der stetig steigenden Transportmengen hatte das Unternehmen noch 2010 einen ebenso stetigen Anstieg des Dieselverbrauchs für die Kälteerzeugung in der Flotte des Standorts Hemel auf mehr als 807 000 Liter im Jahr 2016 prognostiziert. Tatsächlich aber sank der Dieselverbrauch für die Kälteerzeugung in der Hemel-Flotte seither kontinuierlich auf nur noch rund 221 000 im Jahr 2016. Winterbottom sieht als maßgebliche Ursache für diese positive Entwicklung, dass mehr und mehr Fahrzeuge der Flotte mit elektrisch angetriebenen Kältemaschinen ausgestattet seien.

 

Die elektrische Energie liefert dabei ein vom Fahrzeugmotor direkt angetriebener Generator. Dadurch entfällt ein separater Dieselmotor für die Kältemaschine und folglich auch dessen zusätzlicher Kraftstoffverbrauch. „Mit jedem weiteren Fahrzeug, das wir elektrisch ausrüsten, sinkt der Verbrauch von steuerbegünstigtem Diesel in unserer Flotte nachweislich“, bestätigte Tony Winterbottom. Dass der Lkw-Motor für den Antrieb eines Generators etwas mehr Kraftstoff benötige, falle dabei laut Winterbottom in der Martin-Brower-Flotte kaum ins Gewicht. „Wir konnten diesen Mehrverbrauch durch die Anschaffung von sparsameren Euro-6-Fahrzeugen, Aerodynamik-Maßnahmen an Trailern und Motorwagen sowie durch Fahrerschulungen weitgehend kompensieren“, erklärte der Logistiker. Seiner Berechnung nach verbleibe daher bei den Kosten für steuerbegünstigten Diesel über die letzten sechs Jahre eine Einsparung um mehr als eine Million Pfund.

 

Als ebenso starkes Argument sieht der Lebensmittellogistiker die Reduzierung de rCO2-Emmissionen. Im Jahr 2010 hatte das Unternehmen ein Programm aufgelegt, dessen Ziel es ist, bis spätestens 2020 den Anteil von fossilen Brennstoffen am Gesamtenergieverbrauch auf weniger als 20 Prozent zu senken. Die Elektrifizierung der Aggregate war von Anfang an Teil der Strategie. Wegen der Einsparungen beim steuerbegünstigten Diesel hat die Flotte seit 2010 fast sechs Millionen Kilogramm weniger CO2 ausgestoßen, als ursprünglich prognostiziert, gab die Firma an. Dazu kome, dass moderne Euro-6-Lkw-Motoren auch bei anderen Luftschadstoffen deutlich emissionsärmer seien als die nach weniger strengen Abgasnormen zugelassenen Dieselantriebe für Kältemaschinen.

 

Außerdem fahren die Lkw fahren ausschließlich mit Biodiesel aus gebrauchtem Speiseöl, das in den Restaurants des Kunden McDonald’s eingesammelt und dann aufbereitetet wird. In Summe hofft der Logistiker, das Ziel, 80 Prozent der Energie für das Unternehmen aus erneuerbaren Energieträgern zu beziehen, zwei Jahre früher als geplant zu erreichen. Noch in diesem Jahr wird Martin Brower UK auch die übrigen der 29 Solo-Lkw im Fuhrpark im Depot Hemel Hempstead mit elektrischen Kältemaschinen ausrüsten.


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