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Volkswagen: Der Diesel wird noch lange gebraucht

Auf der Jahreshauptversammlung erklärt VW-Chef Matthias Müller Diesel- und Benzinmotoren einstweilen für unverzichtbar und kündigt zugleich massive Investitionen in die Elektromobilität an.

Mit einem klaren Bekenntnis zum Verbrennungsmotor bei gleichzeitig großen Investitionen in die Elektromobilität hat VW-Konzernvorstandsvorsitzender Matthias Müller auf der Jahreshauptversammlung in Hannover die Richtung für die nächsten Jahre vorgegeben. „Um bezahlbare, nachhaltige Mobilität für viele möglich zu machen, werden wir weiter das gesamte Spektrum bespielen: von konventionell bis 100 Prozent elektrisch", umriss Müller die Antriebsstrategie des Unternehmens. "Die Zukunft fährt elektrisch", propagierte der VW-Chef einerseits. Man wolle hier bis 2025 Marktführer werden und die die bisherigen Ausgaben von drei Milliarden Euro in fünf Jahren in diesem Bereich in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, verkündete Müller. Bis 2018 sollen zehn elektrifizierte Fahrzeuge auf dem Markt sein, zu denen bis 2025 weitere 30 Modelle stoßen. In diesem Kontext bündele man in Salzgitter die konzernweite Kompetenz für Batteriezellen und -module. Daneben führe der Konzern "intensive Gespräche über Partnerschaften zum Thema Batteriezellen in Europa und China", wie Müller formulierte. Er kündigte zeitnah weitere Details dazu an.

 

Zugleich will der Konzern aber in die Optimierung von Diesel- und Benzinmotoren bis 2022 zehn Milliarden Euro investieren. „Klassische Motoren bleiben auf absehbare Zeit unverzichtbar", proklamierte der VW-Chef. Das gelte gerade auch für den Euro-6-Diesel, "allen lauten Diskussionen zum Trotz", so Müller im Wortlaut. Die Verbrennungsmaschinen sollen aber um 10 bis 15 Prozent effizienter werden, gab Müller als Ziel vor. Nach seinem Dafürhalten sei der "Verbrennungsmotor nicht in erster Linie Teil des Problems, sondern Teil der Lösung." Perspektivisch sieht Müller die nahe Zukunft als entscheidende Phase an. „Unsere Industrie wird sich in den kommenden zehn Jahren tiefgreifender verändern wird als in den vergangenen 100 Jahren", so die Überzeugung des VW-Vorstands. Man sehe sich trotz Dieselkrise für den Umbruch gut gerüstet.

 

 




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