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Abgasskandal: Fiat weist Vorwürfe zurück

FCA-Konzern erklärt, Modelle erfüllten einschlägige Emissionsanforderungen und verfügten über keine illegalen Abschalteinrichtungen.

Der Fiat-Mutter-Konzern Fiat-Chrysler-Automobiles weist Vorwürfe zurück, bei seinen Modelle illegale Manipulationseinrichtungen einzusetzen. In einer jüngst veröffentlichten Erklärung, nimmt der Konzern Bezug auf "aktuelle Medienberichte". Ein Sprecher erklärt, die Fiat-Modelle erfüllten alle gängigen Emissionsanforderungen und verfügten insbesondere über keine illegalen Abschalteinrichtungen. FCA-Fahrzeugen würden die aktuell geltende Norm Euro 6 erfüllen. Außerdem habe der Konzern bereits im Februar verkündet, im Rahmen einer freiwilligen Maßnahme das Emissionsverhalten seiner Fahrzeuge weiter zu verbessern. "Die aktuellste und jüngst implementierte Kalibrierung, die das Emissionsverhalten verbessert und stabilisiert, ist in allen FCA-Modellen, die gegenwärtig zum Verkauf stehen, vorhanden und kann auf Wunsch der Kunden auch in bereits verkaufte Fahrzeuge kostenlos implementiert werden", heißt es in der Erklärung.

 

Für den Nutzfahrzeugbereich Fiat Professional ist das Thema insbesondere deshalb brisant, weil der Hersteller damit wirbt, bei den hauseigenen Modellen Fiorino, Doblo und Ducato ohne teure, aufwändige und schwere SCR-Abgasreinigungstechnik die Emissionsanforderungen der Euro-6-Norm zu erfüllen, sondern per optimierter Abgasrückführung und mit Rußpartikelfilter. Im jüngst veröffentlichten ADAC-Eco-Test, der erstmals Schadstoffmessungen im Realverkehr mit einbezog, findet sich unter den 45 Fahrzeugen keines aus dem FCA-Konzern.

 

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte dem Fiat-Konzern im September indirekt "Tricksereien" vorgeworfen. "Deutschland bleibt, auch im Lichte der Ergebnisse der Überprüfungen der italienischen Genehmigungsbehörde, bei seiner Auffassung, dass bei den Fahrzeugen des Herstellers Fiat-Chrysler unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut wurden", schrieb der Minister im Herbst an EU-Binnenmarkt-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska. Im Rahmen der ersten KBA-Untersuchung hatte man bei einem Fiat Panda sowie einem Fiat Ducato stark erhöhte Emissionswerte festgestellt. Der Fiat Ducato Euro 5 mit 3,0-Liter-Diesel-Motor erfüllte nur kalt den NEFZ-Laborwert, im warmen Zustand wies er bereits vierfach erhöhte NOx-Werte auf, im Straßenbetrieb nach NEFZ-Zyklus ergaben die Messungen mehr als vierfach und beim RDE-Zyklus sogar 9-fach erhöhte Stickoxidwerte. Das KBA hatte daraufhin eigene Untersuchungen an weiteren vier FCA-Fahrzeugen durchgeführt. „Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen deutlich, dass bei allen überprüften Fahrzeugen ein qualitativ ähnliches Verhalten im Anstieg von NOx-Emissionen (…) vorliegt“, heißt es in dem Dobrindt-Brief an die EU-Kommissarin weiter. Die Stickoxid-Werte seien sogar stark auf das 9 bis 15-fache des Grenzwerts angestiegen. Unter den nachuntersuchten Fahrzeugen befand sich auch ein „Fiat Doblo“ aus der Nutzfahrzeugsparte des Konzerns.

 

 




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