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Elektromobilität: DSV setzt Emoss-Truck für Distribution ein

DSV Road setzt erstmalig auf einen E-Truck im urbanen Einsatz für den Drogeristen dm. Der elektrisch angetriebene 18-Tonner stammt vom Umrüster Emoss und kann in den Märkten zwischengeladen werden.

Der Logistiker DSV Road setzt erstmals einen vollelektrischen Lkw im Verteilerverkehr ein. Im Rahmen der Filialdistribution fährt der 18-Tonnen-E-Truck täglich zwei bis drei vorwiegend innerstädtische Touren nach Köln, Euskirchen, Bonn, aber auch in die Nordeifel. Der Stromer, ein „Emoss MAN TGM 18 T“, der pro Batterieladung bis zu 250 Kilometer Reichweite erzielt, erhielt in den Niederlanden beim E-Nutzfahrzeugumrüster Emoss einen Elektromotor mit einer Leistung von 230 kW. Ausgestattet ist er mit einem Göbel-Trockenfracht-Kofferaufbau und einer Hebebühne. „Beim Einsatz in Ballungszentren verbrauchen E-Lkw am wenigsten Strom, daher erwarten wir günstige Verbrauchswerte und Laufleistungen“, erklärt Harald Klöckner, DSV-Standortleiter in Weilerswist. Die Effizienz hänge dabei stark vom Fahrstil ab: Sobald der Fahrer bremst, rekuperiert der Lkw, er verwendet also die beim Bremsvorgang erzeugte Energie zum Aufladen der Batterien.

 

Etwa 4,5 Stunden benötig der Stromer, um seine Batterien mit 200 kWh Kapazität einmal komplett zu füllen. DSV nutzt aber auch die Zwischenstopps im Volumenverteilzentrum Weilerswist, um nachzutanken, während das Fahrzeug mit Drogerieartikeln für die nächste Tour beladen wird. Direkt am Verladetor ist dafür eine 63-A-Steckdose installiert. DSV will außerdem an zwei dm-Märkten die Möglichkeit für einen Tankstopp zu schaffen. Während der Fahrer die Ware ausliefert, lade die Batterie dann am ohnehin vorhandenen Starkstromanschluss des Drogeriemarktes nach, skizziert der Logistiker. Auch wenn ein Lkw mit Elektromotor in der Anschaffung derzeit noch wesentlich teurer sei als ein konventionelles Dieselfahrzeug, erwartet DSV aufgrund seines günstigeren Verbrauchs und der geringeren Wartungskosten, dass er sich langfristig rechnet. Außerdem erhielt der Logistikdienstleister in diesem Zusammenhang Fördergelder zur Unterstützung der batterieelektrischen Mobilität auf kommunaler Ebene vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

 

"Eine emissionsfreie Mobilität als Alternative zu den gängigen Verbrennungsmotoren wird immer wichtiger – speziell für den städtischen Lieferverkehr", zeigt sich die Firma überzeugt. Für den Langstreckenverkehr seien Elektro-Lkws aufgrund der beschränkten Batteriekapazität nicht geeignet. Sollten Batterien zukünftig nicht nur leichter und leistungsfähiger werden, sondern auch günstiger, schließt der Logistiker auch einen solchen Einsatz nicht aus. „Es werden dann sicher weitere CO2-freie E-Trucks im Einsatz sein, die eine umweltfreundliche Belieferung der dm-Märkte gewährleisten“, prognostiziert Harald Klöckner. (ha/jr)


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