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Lenk- und Ruhezeiten: Mit dem Algorithmus gegen die Parkplatznot

Bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wird derzeit an einer Möglichkeit gearbeitet, die vorhandenen Lkw-Stellplätze auf Rastanlagen intelligenter auszulasten.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) entwickelt ein eigenes System zur Bewirtschaftung von Lkw-Parkplätzen auf Rastanlagen. Das Projekt läuft unter der Überschrift „Telematisch gesteuertes Kompaktparken“. Ziel ist die Erhöhung der Parkkapazität an einzelnen Rastanlagen und damit einhergehend die Verringerung gefährlicher Parkmanöver bei der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten.

Um einen Algorithmus für das Kompaktparken zu entwickeln, wurde eine Nutzerschnittstelle programmiert, welche die errechneten Abfahrtzeiten und eine theoretische Belegung der Parkstandreihen abbildet. Über die Nutzerschnittstelle werden aktuell auf einer virtuellen Rastanlage einzelne Fahrzeuge per Mausklick platziert, um Funktionalitäten und Varianten des Algorithmus zu testen.

Der charakteristische Verlauf der Parknachfrage im Güterverkehr dient dabei als Eingangsgröße für den Algorithmus. So nehme zum Abend hin laut BASt die Wahrscheinlichkeit zu, dass ein ankommender Lkw eine Aufenthaltszeit von neun bis elf Stunden auf der Rastanlage plant. Im Steuerungsverfahren werden anhand der typischen Parknachfrage die voraussichtlich gewünschten Abfahrtzeiten abgeleitet und über dynamische Abfahrtzeitanzeigen über den Parkstandreihen angeboten. Man verweist jedoch darauf, dass noch eine tiefergehende Analyse mithilfe von repräsentativen Langzeitdaten nötig ist.

Für eine praktische Umsetzung werden auch bauliche und betriebliche Randbedingungen diskutiert. Dazu gehört die Bereitstellung von Angaben, welche Abfahrtzeiten in welcher Parkstandreihe noch verfügbar sind, sowie Belegungspläne, die darstellen, wann Lkw in den Parkstandreihen die Rastanlage verlassen werden.

Die im Rahmen der Untersuchung dokumentierten Grundlagen flossen laut BASt bereits in die Vorbereitung der ersten praktischen Anwendung des Kompaktparkens auf einer Rastanlage ein. Das 2016 in Betrieb genommene Pilotprojekt auf der Rastanlage Jura West an der A3 wird ebenfalls von der BASt wissenschaftlich begleitet.



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