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Test & Technik

LogiMAT 2017: Linde setzt auf Lithium-Ionen-Technik

Hersteller komplettiert Lücken im Elektro-Stapler-Programm und will bis Ende 2017 alle Fahrzeuge bis 5 Tonnen optional mit Lithium-Ionen-Speichern anbieten. Vorzug vor Brennstoffzellentechnologie.

Der Aschaffenburger Flurförderzeughersteller Linde Material Handling will sein Portfolio an Lithium-Ionen-Staplern weiter ausbauen. Bis Ende 2017 sollen alle E-Fahrzeuge bis drei Tonnen Tragfähigkeit optional auch mit Lithium-Ionen-Energiespeicher angeboten werden. Das erklärte Andreas Krinninger, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Linde, gegenüber der LOGISTRA-Schwesterzeitschrift LOGISTIK HEUTE auf der Intralogistikmesse LogiMAT in Stuttgart. 2018 sollen dann Geräte mit mehr als drei Tonnen Tragfähigkeit mit der neuen Batterietechnologie auf den Markt kommen. Der Hersteller erweitert das Portfolio aktuell um Hochhub-, Niederhub- und Doppelstockbelader-Modelle. Linde-Ingenieure entwickeln laut Krinninger zwar auch im Bereich Brennstoffzellen weiter an Lösungen, aber Lithium-Ionen-Geräte seien klar im Fokus des zur Kion Group gehörenden Unternehmens. Weil die Geräte mit der noch relativ jungen Energietechnologie im Vergleich zur Blei-Säure-Alternative noch um den Faktor drei oder mehr teurer seien, wolle Linde Interessenten „attraktive Mietangebote“ machen, betonte der 49-jährige Manager. Er rechnet damit, dass sich das Gros der Kunden für Rental-Angebote entscheidet und nicht für den Kauf der Geräte.

 

Durch die hohen Einsparungen im laufenden Betrieb mache sich die Anschaffung beim Kunden zudem schnell bezahlt, ergänzte Dr. Stefan Wenzel, Leiter Elektrik- und Elektronik-Entwicklung bei Linde. „Unsere Modellrechnungen mit typischen Kundeneinsätzen zeigen, dass der Lithium-Ionen-Antrieb vor allem im Mehrschichtbetrieb unterm Strich inzwischen häufig die kostengünstigere Lösung für unsere Kunden ist“, so der Techniker. Im Vergleich zu herkömmlichen Blei-Säure-Batterien führt er darüber hinaus eine deutlich längere Lebensdauer, einen höheren Wirkungsgrad und die bessere Zwischenladefähigkeit ins Feld.

 

Linde-MH-Chef Krinninger erwartet sich künftig nicht nur in Europa, sondern auch in den USA gute Geschäfte. Hintergrund ist der Kauf des Intralogistikspezialisten Dematic durch die Kion Group 2016. Linde hat Krinninger zufolge bereits seit mehreren Jahren sein Vertriebsnetzwerk in Nordamerika ausgebaut, durch die Akquisition des in den USA starken Anbieters Dematic durch die Kion Group erwartet der Vorstand jetzt noch zusätzlichen Rückenwind. Auf der anderen Seite könne der Anbieter Dematic, der bisher lediglich ein Viertel seines Umsatzes in Europa machte, von der „starken Präsenz“ von Linde in den europäischen Ländern profitieren. (jö/jr)


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