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Wasserstoffantrieb: Hyster-Yale Group glaubt an Brennstoffzelle

Hersteller erwartet vor allem von Autobauern vermehrt Anfragen nach dem alternativen Staplerantrieb, dem man fünf Prozent des Weltmarkts zutraut. Neuer Gabelhubwagen auf der LogiMAT 2017 vorgestellt.

Die amerikanischen Flurförderzeugeanbieter Hyster und Yale gehen davon aus, dass die Bedeutung von Staplern mit Brennstoffzellen in den USA und in Europa zunehmen wird. Das sagte Ian Melhuish, Vice President Solutions Group bei der Hyster-Yale Group, auf der Stuttgarter Fachmesse LogiMAT gegenüber LOGISTIK HEUTE. „Stapler mit Brennstoffzellen werden eine wichtigere Rolle in der Intralogistik spielen als manche derzeit denken“, betonte der Engländer. Vorteile dieser neuen Technologie seien unter anderem Kosteneinsparungen und eine schnelle Betankung der Brennstoffzellen in zwei oder drei Minuten.

 

In den USA günstiger Einstieg in die Brennstoffzellentechnik

Melhuish sagte, dass 2014 der Kauf des amerikanischen Brennstoffzellenspezialisten Nuvera durch die Nacco Materials Handling Group, die hinter den Marken Hyster und Yale steht, eine strategisch richtige Entscheidung gewesen sei. Hyster erhalte vor allem aus der Automotive-Branche immer wieder Anfragen für Stapler, die mit Wasserstoff angetrieben werden - aus den USA aber auch aus Europa. Erst vor kurzem habe Hyster bei einem Unternehmen aus der Automotive-Branche eine bereits existierende Flotte von 160 Staplern mit Brennstoffzellen ausgestattet. Melhuish geht davon aus, dass das Potenzial für die neue Technologie bei etwa fünf Prozent des Weltmarkts liegt. Dass die Brennstoffzellen in Europa nicht so gut in Fahrt kommen wie in den USA liegt dem Manager zufolge an zwei Gründen. Zum einen seien die niedrigen Steuern in den USA auf Fahrzeuge mit Brennstoffzellen für US-Unternehmen attraktiv. Zum anderen nutzten amerikanische Firmen vor allem flüssigen Wasserstoff und nicht Wasserstoff in Gasform. Dieser sei günstig zu erwerben, weil Hersteller, die früher für die US-Weltraumbehörde NASA große Mengen flüssigen Wasserstoff produzierten, jetzt freie Kapazitäten hätten.

 

Gegenwart: Neuer Gabelhochhubwagen mit niedrigen Betriebskosten

Neben dem Blick in die Zukunft hat Hyster einen neuen Elektro-Geh-Gabelhochhubwagen mit einer Tragfähigkeit von zwei Tonnen vorgestellt. Der Hochhubwagen eigne sich für das Ein- und Auslagern von Lasten in Regale mit einer Höhe von bis zu vier Metern, so der Anbieter, insbesondere für Lagerräume in Supermärkten und Baumärkten, kleinen Lagerhallen sowie Fertigungsbetriebe. Der laut Hersteller robuste Hubwagen vervollständigt die Produktreihe der anderen sieben Gabelhochhubwagen, die bereits im Sommer 2016 eingeführt wurden. Der Energieverbrauch des S2.0 soll zu den niedrigsten seiner Klasse zählen, was zusammen mit einem versiegelten Getriebe und Serviceintervallen von 3.000 Stunden bzw. 3 Jahren für Hydrauliköl- und Filterwechsel niedrige Betriebskosten ergebe. Auch bei voller Ausnutzung der Tragfähigkeit von zwei Tonnen soll die Beschleunigung kraftvoll sein. Der Gabelhubwagen erreicht Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 6 km/h. Die seitliche Batterieentnahme ermögliche darüber hinaus einen schnellen Batteriewechsel, besonders wenn der Gabelhochhubwagen über mehrere Schichten hinweg zur Verfügung stehen muss, wirbt der Anbieter. (jö/jr)


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