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LogiMAT 2016/TradeWorld: Liefer-Alternativen dringend gesucht

Beim Fachforum Urbane Logistik von LOGISTRA stellten Praktiker neue Ansätze für nachhaltige City-Belieferung vor. Die Zeit drängt für alternative Zustelllösungen.

Es tut sich was in deutschen Städten: Das Fachforum „Urbane Logistik“ von LOGISTRA im Rahmen der E-Commerce-Schau TradeWorld auf der LogiMAT 2016 präsentierte Ansätze, wie Transport nachhaltiger organisiert werden kann. „Wir werden keine Rückläufigkeit des Güterverkehrs in der Stadt erleben“ – so lautet die Prognose von Martin Stockmann, der beim Fraunhofer IML urbane Logistik untersucht und den Hauptvortrag beim LOGISTRA-Fachforum hielt. Zwei Szenarien hätten er und die Fraunhofer Logistikexperten in dem Kontext durchgespielt, es sei noch nicht ausgemacht, welches davon sich bewahrheite: Zerstört der E-Commerce den lokalen Handel oder beflügelt er ihn sogar? Szenario 1 geht davon aus, dass der E-Commerce den stationären Handel verdrängt. In diesem Falle rechnen die Experten exemplarisch für die Stadt Bochum durchgespielt, tatsächlich mit einem Rückgang der Kfz-Verkehre in der Stadt. Szenario 2 nimmt eine gegenseitige Belebung von Online- und stationärem Handel an, wie sie sich ja bereits abzeichnet in Form der Multichannel-Konzepte.

 

Für diesen Fall rechnet der Fraunhofer-Experte mit einer Zunahme des Kfz-Verkehrs. Beide Szenarien würden aber keine Reduktion des Güterverkehrs bringen, hybride Handelsformen würden für mehr Distribution aus und in die Stadt verursachen. Ein Ausbau und die Pflege der vorhandenen Infrastruktur sei für die Städte daher dringend geboten. Und der Boom im virtuellen Online-Handel geschehe im realen Kontext von Platzproblemen, Restriktionen, Überschneidung des Lkw- mit dem Kfz-Verkehr und vor allem dem Ziel der EU, die Städte bis 2050 CO2-frei zu organisieren. Schlussfolgerung des Fraunhofer-Experten Stockmann: „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“.

 

Können City-Hubs am Rand der Stadt Entlastung bringen? Bei der "Alles-aus-einer-Hand"-Idee der City-Hubs kombinieren die Fraunhofer-Leute für die Stadt Bottrop ein stadtnah gelegenes, kooperativ betriebenes Umschlagzentrum, in dem gelagert, kommissioniert und entsorgt wird, mit der Elektromobilität bei der Auslieferung. Eine weitere Idee präsentierte der Wissenschaftler mit dem Konzept der Nachtbelieferung, die mit E-Fahrzeugen geräuscharm organisiert werden könnte. "Dazu bedarf es aber noch der Klärung von zahlreichen Detailfragen, speziell beim geräuschintensiven Be- und Entladevorgang". Wobei Erkenntnisse aus den Niederlanden, wo die Lebensmittelkette Albert Heijn mit Nachtbelieferung operiert, vielversprechend seien. Der Verbrauch sinke um ein Viertel, die Belieferung gehe sogar in einem Drittel der Zeit vonstatten, so Stockmann. Vor allem müsste man für solche Konzepte Akzeptanz bei den Bürgern schaffen, so sein Resümee.


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