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Volkswagen: Börsengang der Lkw-Sparte als Option

Der vom Abgasskandal massiv beeinträchtigte Konzern schließt einen Verkauf oder Börsengang der Lkw-Sparte nicht aus.

Der vom Skandal um manipulierte Diesel-Motoren erschütterte Volkswagen-Konzern schließt offenbar auch einen Verkauf seiner Lkw-Sparte nicht aus. Nach Berichten der Nachrichtenagenturen Reuters und zuerst Bloomberg erklärte eine VW-Sprecherin, man halte sich alle Optionen offen. "Das gilt sowohl für die Expansion im Ausland, eine mögliche Übernahme oder Partnerschaft wie auch einen Börsengang", zitiert die Süddeutsche Zeitung die Aussage der Sprecherin laut Agenturen. Nach Gründung der Nutzfahrzeugholding mit den Marken MAN, Scania sowie MAN Latin America mit Sitz in Braunschweig im vergangen Jahr, an die auch die Marke VW Nutzfahrzeuge eng angebunden ist, ist VW-Lkw-Vorstand Andreas Renschler dabei, die Zusammenarbeit der einzelnen Bereiche voranzutreiben. Allerdings fehlt dem Konzern die Bindung an den wichtigen US-amerikanischen Markt, wo VW mit Lastwagen nicht präsent ist.

 

Eines der nächsten Projekte zwischen den Marken ist die Vorstellung eines neuen schweren Transporters im Segment 3,5 bis etwa 5,5 Tonnen. Das Modell, das bei VW im September den Crafter ablöst und die Kooperation mit Daimler (Sprinter) beendet, soll auch bei MAN als TGE vertrieben werden. Der kriselnde Münchener Lkw-Hersteller erhofft sich davon eine Arrondierung seines Portfolios unterhalb des 7,5-Tonners TGL. Gegenüber der Stammmarke VWN will man zudem mit dem gewerblich orientierten Service und Werkstattangebot punkten. Weitere nächste Schritte unter dem Dach der Nutzfahrzeugholding wären die Vorstellung eines komplett neuen Scania-Fernverkehrsmodells, das aber wohl noch nicht zur kommenden IAA Nutzfahrzeuge im September auf den Markt kommt. Es könnte die nächste Stufe der geplanten engeren Verzahnung der relativ programmgleichen Töchter MAN und Scania darstellen und die Basis auch für den nächsten MAN TGX legen.

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