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Test & Technik

VW Nutzfahrzeuge: Neuer Euro-6-Motor für T6 & Co - mehr Leistung, weniger Verbrauch

Mit dem neuen 2,0-Liter-Euro-6-Motor will VW den Verbrauch um 15 Prozent gedrückt, den Lärm reduziert und das Anfahrverhalten verbessert haben. T6 mit neuem 200-PS-Top-Diesel, Sparmotor mit 5,5 l/100 km.

Um die strengen Abgasanforderungen der Euro-6-Norm zu erfüllen, setzt VW Nutzfahrzeuge konsequent und in allen Baureihen auf SCR-Abgasreinigung. Bei einem Technikworkshop in Hannover präsentierte der Transporterhersteller jetzt erste Details zum neuentwickelten Aggregat, das vom Caddy bis zum Crafter für Vortrieb sorgen wird. Im Falle des für kommenden April angekündigten VW T6 kommt für die Reduzierung der Stickoxide per SCR-Kat ein 13-Liter-Adblue-Tank zum Einsatz, der für 4000 bis 5000 km ausreichen soll. Laut VW-Motorexperten wird die teure Abgastechnik aber trotz Nutzung des Motorenbaukastens mit der Pkw-Sparte nicht kostenneutral sein. Dafür habe man sichergestellt, dass die Euro-6-Werte auch im realen Einsatz und insbesondere im für 2016 angekündigten "realen Fahrzyklus" durchgehend erfüllt würden, so Diesel-Motoren-Entwickler Carsten Thomfohrde. Außerdem sorge die Reduzierung des Verbrauchs mittels um im Durchschnitt 15 Prozent oder in absoluten Zahlen 30 g/km für eine gewisse Kompensation des Mehrpreises.

 

Top beim Verbrauch soll der neue 75-kW-Motor sein, der sich als Kombi-Version laut Hersteller mit 5,5 l/100 km begnügt. Ganz so genügsam wird sich der Top-Motor am oberen Ende der Leistungsskala beim T6 nicht geben: Das per Biturbo geladene Aggregat bringt es auf 150 kW (204 PS) und 450 Nm Drehmoment, die bereits bei 1400/min anliegen. Durch die Verwendung einer VTG-Hochdruckstufe habe sich zudem das Ansprechverhalten stark verbessert. Ein geschmeidigeres Anfahren, das verspricht VWN für alle T6, ein Schwachpunkt beim eher ruppigen Vorgänger. Grundsätzlich setzt VW hier auf neu entwickelte VTG-Turbolader. Während die beiden schwächeren Aggregaten in Leistung und Drehmoment gleich blieben (62 und 75 kW/220 und 250 Nm), legte auch der zweitstärkste Motor von 102 auf 110 kW zu, bei weiterhin 340 Nm Drehmoment, das aber früher anliegt. Bei den Einstiegsmotorisierungen bleibt es zudem bei einer Fünfgang-Schaltung. Dies habe zum einen Kostenvorteile, zum anderen sei die CO2-Einsparung durch einen Gang mehr in dieser Klasse nicht so gravierend, begründete Thomfohrde den Schritt. Gleichzeitig mit der Performance will VW die Vibrationen und Geräusche im Vergleich zum nicht gerade als kultiviert geltenden Vorgänger-Aggregat deutlich reduziert haben. 

 

Zudem soll die Zuverlässigkeit des Motors weiter zulegen: eine robuste Zylinderkopfdichtung, ein stabiles Doppelteller-EGR-System und solide Turbolader würden hier Verbesserungen ermöglichen. Verrußung sei beim neuen Aggregat viel weniger ein Thema, und wenn dann als trockener Ruß, der sich leichter entfernen lasse, präzisierte Thomfohrde. Die Verwendung von Magnetventilinjektoren reduziere im Vergleich zu Piezo-Varianten die Kosten und die Lösung sei robust. 

 

Neben dem Motor präsentierte VW auch die neue Armaturentafel des T6, die ähnlich wie beim Caddy durch klarere, kantigere Gestaltung mit Betonung der horizontalen Linien und besser nutzbare, in der Nutzfahrzeugversion großteils offene Ablagen und logische Ergonomie auffällt. Außerdem gab man einen Ausblick auf neue Online-Dienste und die multimediale Vernetzung an Bord des T6. So soll etwa ein von Handy-Daten gespeistes Navigationssystem die Zielführung und die etwaige Umfahrung von Staus deutlich präziser werden lassen. 

 

Wie beim Caddy sorgen zahlreiche Fahrassistenzsysteme für mehr Sicherheit: Serie sind etwa Reifendrucküberwachung, Müdigkeitserkennung und die Multikollissionsbremse, die Folgeunfälle unterbindet. Optional bietet VW im T6 einen Abstandstempomaten (ACC), einen Front Assist mit City-Notbremsfunktion, einen Fernlichtassistenten oder ein adaptives Fahrwerk (DCC) an. Parkpilot mit Kamera, Einparkassistent sowie Tote-Winkel-Warner und Bergabfahrassistent runden das Paket ab. Beim Kombi soll der Passagierraum besser zugänglich und flexibler nutzbar sein. Bestellbar ist der neue VW T6 ab Kalenderwoche 17, auf Wunsch sogar mit einer elektrisch betätigten Heckklappe. 


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